US-amerikanische Wissenschaftler haben Schwachstellen bei HP-Laserdruckern ausfindig gemacht. Über das Internet können Hacker netzwerkverbundenen Geräten erheblichen Schaden zufügen.

Nach Angaben der Wissenschaftler könnten Brände die Folge der Hackerangriffe sein. Der Drucker würde so im schlimmsten Fall als Brandbombe fungieren. Die US-Forscher veröffentlichten ihre Ergebnisse über das Online-Portal MSNBC. Die Ergebnisse betreffen bisher nur HP-Laserdrucker. Denn beim Übermitteln eines Druckauftrages werden auch Firmenware-Updates geteilt. Diese machen sich die Hacker zunutze. Der eigentliche Hackangriff erfolgt über ein falsches Remote-Update. Dafür muss die schädliche Software in einem Dokument übermittelt werden. Der folgende Druckauftrag ist beliebig oft wiederholbar. Scheinbar prüfen alte HP-Geräte nicht, ob die Updates gültig sind.

Die System-Software von HP-Druckern scheint gegen diese Eingriffe nicht geschützt zu sein. Der Code der Software ist leicht zu überschreiben. Alle netzwerkfähigen Geräte sowie Laserdrucker, die mit dem Internet über einen PC verbunden sind, sind betroffen. Dass das Einhacken funktioniert, testeten die Forscher unter Laborbedingungen. Die tatsächliche Überhitzung des HP-Gerätes wurde durch die automatische Stromunterbrechung verhindert. Die Forscher verweisen darauf, dass sich die davon betroffen Geräte nur unter sehr großem Aufwand reparieren lassen. Der Test der verschiedenen Modelle dauerte zwei Monate. HP ist bereits über das Ergebnis informiert.

Eine offizielle Bestätigung seitens des Herstellers gibt es derzeit aber nicht. Der Chef der Entwicklungsabteilung von HP erklärte, dass die Angelegenheit mit höchster Priorität behandelt wird. Welche Gerättypen im Einzelnen betroffen sind, ist damit nicht eindeutig. Dass es sich nur um Laserdrucker handelt, die älter als zwei Jahre sind, steht allerdings fest. Tintenstrahlgeräte sind nicht betroffen.

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