Seit dem 1. Januar gibt es verschärfte Bedingungen für Drucker und Multifunktionsgeräte, welche das “Der Blaue Engel” – Umweltlogo erhalten wollen. Der blaue Engel ist seit 1978 das Umweltzeichen für besonders umweltschonende Produkte und Dienstleistungen.

Bei den Druck-Geräten ist die wohl bedeutendste Änderung dabei die neue Feinstaubmessung. Darunter versteht man die Messung der Partikelemissionen im feinen und ultrafeinen Bereich. Partikelemissionen und Gase entstehen bei der durch Hitze und Druck erzeugten Fixierung des Tonerpulvers. Weiterhin achtet der neue Blaue Engel, der im Übrigen den Namen RAL UZ-171 trägt, verschäft auf den Energiebedarf und die Geräuschemissionen des Gerätes. Der Blaue Engel schreibt auch künftig vor, dass Geräte, die das Logo tragen wollen, Recyclingpapier aus 100% Altpapier verarbeiten können müssen. Druckerhersteller müssen leere Tintenpatronen und Tonerkartuschen kostenfrei zurücknehmen und deutlich darauf hinweisen, wenn die Erstausstattung mit Toner oder Tinte untypisch gering ist. Am Logo des umgangssprachlich blauen Umweltengels wird sich vorläufig jedoch nichts ändern.

Laut Schätzungen des Bundesumweltamts wird nach der Änderung nur noch ein Viertel aller aktuellen Laserdrucker den strengen Vorgaben Stand halten können. Hersteller, deren Produkte nach den alten Vergaberichtlinien (RAL UZ-122) getestet wurden, dürfen das Logo allerdings noch bis Ende dieses Jahres nutzen und damit werben. Neue Produkte hingegen müssen seit dem 1.1.2013 den neuen Bedingungen unterliegen, um das Umweltlogo zu erhalten.

Um zu erkennen, ob es sich bei einem Gerätekauf im Jahr 2013, um die alte oder neue Verordnung des Blauen Engels handelt, genügt ein Blick in die Liste der Produkte mit Blauer-Engel-Zertifizierung nach neuer RAL UZ-171, die online veröffentlicht wurde.

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