Die HP-Tintenpatrone Nr. 364 besitzt einen stark verschlüsselten Chip und konnte bisher nicht durch günstigere Produkte in den betreffenden Geräten ersetzt werden. Jetzt gibt es die ersten kompatiblen Patronen, die als Alternative dienen können.

Seit 2008 gibt es die Tintenpatronen Nr. 364 auf dem Markt und sind in vielen HP-Modellen erforderlich. Insgesamt 23 Drucker der Photosmart-, Deskjet- und Officejet-Serie arbeiten mit diesem Patronentyp. Der Chip speichert den Füllstand der Patronen und warnt rechtzeitig vor einem Austausch. Allerdings hat HP für eine besonders effektive Verschlüsselung des Chips gesorgt, sodass nur ein Auffüllen der Patronen als günstigere Alternative infrage kam. Dabei funktioniert die Erkennung des Tintenstandes nicht mehr und der Druckkopf könnte im schlimmsten Fall beschädigt werden, wenn er ohne Tinte druckt. Mit der Einführung des Chips entfernte HP gleichzeitig das Sichtfenster ins Innere der Patrone. Von außen ist demnach nicht mehr zu erkennen, wie hoch sich der Füllstand befindet.

Apex entwickelte kürzlich einen alternativen Chip für die 364er-Patronen von HP. Gemeinsam mit dem schweizer Hersteller Peach gibt es wiederbefüllte Originalpatronen, die dank neuem Chip auch den Füllstand korrekt anzeigen können. In der Schweiz selbst gibt es schon kompatible Patronen der Firma Peach, sodass keine nachgefüllten Originalpatronen mehr verwendet werden müssen. In Deutschland unterbinden die HP-Patentrechte dieses Vorgehen. In verschiedenen Onlineshops kursieren jedoch Noname-Patronen mit integriertem Apex-Chip. Das Unternehmen Jettec hat wiederbefüllte HP-Originalpatronen im Angebot mit Originalchip, wobei die Füllstandanzeige nicht mehr funktioniert. Eine andere Variante sind kompatible Tintenpatronen ohne Chip, bei denen der Chip von der Originalpatrone gelöst und auf die neue Patrone geklebt werden muss. Eine Funktionalität der Füllstandsanzeige ist dann nicht immer gewährleistet.

Kommenatar hinterlassen: