Samsung scheint vom Hersteller Dupont eine Lizenzierung für die Aktiv-Matrix OLEDs erhalten zu haben. Damit senkt das Unternehmen seine Kosten bei der Fabrikation und setzt auf moderne Drucktechnik für die Displayherstellung.

Einige Hinweise deuten darauf hin, dass in den Entwicklungsstätten für Samsung bereits einige Fabrikate für OLED-Drucker entwickelt wurden. Die preiswerte Herstellung der OLEDs ist für Samsung eine gute Gelegenheit, das eigene Portfolio zu erweitern. Dupont arbeitet mit dem Druckerhersteller Dainippon zusammen, der einigen Spekulationen zufolge bereits für Samsung einen entsprechenden Drucker entworfen hat. Die Drucktechnik OLED eignet sich für große Displaydiagonalen: Im Tintendruckverfahren gelangt das Material für OLED auf einen Träger. Die Druckdüsen sondern eine fluide Substanz auf die Unterfläche ab und erzeugen so farbige OLED-Streifen.

Dadurch entsteht ein einwandfreies Bild, das preiswerter ist als bei bisherigen Verfahren. Derzeit werden vor allem Abscheideverfahren im Vakuum genutzt. Diese sind für AM-OLEDs der Standard. Dass in Zukunft OLEDs nur aus dem Drucker stammen soll, ist bislang kaum vorstellbar. Doch sprechen Mitteilungen von Dupont für diesen Fortschritt. Das Unternehmen soll bereits jetzt in der Lage sein, einen 50-zölligen OLED-Display in zwei Minuten zu erstellen. Im Mai dieses Jahres zeigte der Hersteller bereits ein Mobildisplay aus dem Drucker. Neben Samsung wartet auch der koreanische Hersteller LG mit der neuen Technik auf. Er stellte bereits 15-zöllige OLED-TVs her. LG hat vor gut zwei Jahren die OLED-TEchnik von Kodak übernommen. Das Unternehmen verwendet jedoch mehr weiß leuchtende OLEDs und RGB-Farbfilter. Dadurch vermeidet es die verschiedenen Lebensdauern und Leuchtschichten. Auch die Kosten der Fertigung sind geringer.

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