Lexmark hat es jetzt bestätigt: Der Bau von Tintenstrahl-Druckern wird eingestellt. Die Traditionsmarke hat sich aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Situation für diesen radikalen Schritt entschieden. Mit dem Wegfall des Angebots werden gleichzeitig 1700 Arbeitsstellen im Unternehmen gestrichen. Das Unternehmen zählt weltweit 13.300 Mitarbeiter zu seinem Team.

Die Fertigung an Tintenstrahldruckern soll im Jahr 2015 endgültig auslaufen. Lexmark konzentriert sich dann mehr auf Laser-Technologie und Dienstleistungen. Die schlechten Verkaufszahlen im Bereich der Tintenstrahldrucker waren schon lange Warnung für die Geschäftsführer des Unternehmens. Letztlich trägt auch der harte Preiskampf die Schuld für die Produktionseinstellung. Viele Unternehmen profitierten nicht mehr an den Modellen selbst, sondern lediglich an der Tinte. Der Ausstieg für den Großkonzern aus diesem Geschäft lag nahe. Lexmark konzentrierte sich in den vergangenen Jahren mehr auf Laserstrahl-Drucker und IT-Dienstleistungen. Es wurden kaum neue Modelle an Tintenstrahldruckern vorgestellt, wodurch die künftige Entwicklung bereits abzusehen war. Die Produktion fand hauptsächlich in Cebu auf den Philippinen statt. Bis 2015 soll das Werk komplett geschlossen werden.

An der Börse profitierte der Konzern bereits von dieser Meldung. Um mehr als vier Prozent konnten die Wertpapiere an der Wall Street zulegen. Weiterhin wird nun geprüft, ob Lexmark die Technologie industriell verkaufen kann. Es steht vor allem die Technologie zur Sprache, die nach Einstellung der Tintenstrahldrucker nicht mehr zum Einsatz kommt. Der Ausstieg aus dem schlechten Geschäft soll dem Unternehmen im Jahr 95 Millionen Dollar sparen. Lexmark gehört zu den ältesten Unternehmen in der IT-Branche. Im ersten Halbjahr 2012 ist der Umsatz jedoch um acht Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar geschrumpft. Der Gewinn halbierte sich sogar fast auf 100 Millionen Dollar. Lexmark rechnet auch im zweiten Halbjahr mit weiteren Rückgängen.

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