HP kündigte an, dass eine Verschmelzung ihrer PC- und Druckersparte bevorsteht. Das bedeutet, dass der Verkauf sowie das Marketing neu aufgestellt werden. Das Vorhaben stößt bei Kritikern auf Unmut.

HP ließ verlautbaren, dass neben den Technology Services die Sparten Network, Storage und Server miteinander verbunden werden sollen. Unter der Obhut von HP Enterprise Group befindet sich auch die Verkaufsorganisation Global Accounts Sales. Marketing und Kommunikation sollen als Einheit für alle Geschäftsbereiche geltend zusammengefügt werden. Diese Neuerung betrifft die Bereiche IPG und PSG des Unternehmens. Mit einem geplanten Gesamtumsatz von 65 Milliarden US-Dollar im Jahr hofft der PSG-Vorsitzende Todd Bradley, eine Gewinnerhöhung durch die Maßnahmen zu erzielen.

Kritiker sehen das Umschwenken als Gegenbewegung zu den problematischen Zukunftsvorhersagen für den Druckermarkt. Im Vergleich zur Konkurrenz muss HP deutlich Druck machen, um seine Gewinne zu halten. Der Vize-Präsident bei Gartner, Mark Fabbi, führt an, dass sich das Unternehmen als führende Kraft auf dem Druckermarkt etablieren sollte und mehr Nutzen aus den Software-Akquisitionen zieht. Andere Stimmen sehen das Problem in dem Silo-Denken von HP. Hier liegt der Fehler in dem zu geringen Ausschöpfen des Synergiepotenzials. Der Druckermarkt sei nach Expertenmeinungen schnell ausgeschöpft, wenn nicht neue Software und Zubehör den Markt erweitern. Die Marge der Drucker sinkt seit knapp drei Jahren kontinuierlich. Ein Umschwenken auf den PC-Markt bringt mehr Erfolge. Daher seien laut Rob Cihra, Analyst der Evercore Partners, die Umstrukturierungen bei HP wenig sinnvoll. Derzeit sind in dem Unternehmen rund 350.000 Menschen angestellt. Die Verschmelzung führt zu Entlassungen in unbekannter Höhe.

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