Das amerikanische Foto-Unternehmen Kodak steigt aus dem Geschäft mit Digitalkameras, Camcordern und digitalen Bilderrahmen aus und setzt dafür auf die Bereiche Drucker und Online-Printing. Das Unternehmen will sich künftig im Konsumgüterbereich auf die profitablen Geschäftsbereiche konzentrieren und setzt auf Desktop-Tintenstrahldrucker, Online-Printing-Angebote und Retail Printing über Foto-Kioske im Einzelhandel.

Weiterhin wird Kodak an dem traditionellen Film- und Fotopapiergeschäft und an seinen Apps für Facebook festhalten. Kamerazubehör und weitere Produkte, die mit anderen Herstellern kompatibel sind, werden weiterhin von Kodak hergestellt. Bereits seit einiger Zeit hat es sich das Unternehmen zur Aufgabe gemacht, die Profitabilität im Bereich Digital Capture auszubauen. Das Unternehmen konzentriert sich somit auf einen Branchentrend.

Nach Informationen von Kodak soll bereits noch in diesem Halbjahr mit den Geschäftsbereichen Schluss sein, auf die Kodak nicht mehr setzen will. Dann werden auch die bisher erhaltenen 400 Stellen in den jeweiligen Bereichen wegfallen. Besonders der Standort Rochester/New York wird verstärkt von diesen Kürzungen betroffen sein. Der Konzern erhofft sich von diesem Umbruch eine jährliche Ersparnis von 100 Millionen Dollar. Bereits 30 Millionen Dollar sollen für Abfindungen im Personalabbau verwendet werden. In der Zukunft wolle Kodak das Lizenzprogramm ausbauen und sich auf die Fotodienste im Internet sowie Einzelhandel und das Druckergeschäft konzentrieren. Der Endverbraucher wird von dem Hersteller Kodak in nächster Zeit über Drucker, Fotoprodukte aus Galerien, Spezialgeräte und Fotopapiere verfügen können. Kodak meldete Mitte Januar Insolvenz an. Das Insolvenzverfahren betrifft dabei lediglich die Niederlassungen, die sich in den USA befinden. Das Gehalt der Mitarbeiter soll weiterhin regulär gezahlt werden.

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