Ein Inkjet-Drucker kann noch viel mehr, als im Büro oder dem Home-Office bei den täglich anfallenden Papierdrucken hilfreich zu sein. Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität in Jena entwickelten Verfahren, in denen Tintenstrahldrucker zur Darstellung und Charakterisierung von Tumoren eingesetzt werden.

Die bildgebende Massenspektrometrie gehört an der Universität Jena zu den Verfahren, auf die es in Zukunft ankommen wird. Das Ziel der Arbeit ist es, Tumore darstellen und eine gezielte Charakterisierung vornehmen zu können. Zwei Arten vom Krebs gehören dabei zu den Schwerpunkten. Dazu zählt die Tumorbildung im Hals, Kopf- und Mundbereich. Auch Teile von Lebertumoren können mit der neuen Technik aufgezeichnet werden. Die Gewebeproben der verschiedenen Tumore wurden bereits gesammelt. Seit zwei Jahren läuft eine klinische Studie, in der Gewebeschnitten von Tumoren aus dem Mund- und Halsbereich gesammelt wurden. Mit der neuen Methode war es bereits möglich, Tumore aus der Leber erfolgreich zu charakterisieren.

Um das Gewebe ideal darstellen zu können, erfolgt die Teilung in mehrere Scheiben. Diese hauchdünnen Fragmente werden mit einer Matrix beschichtet. Dabei erreicht der Inkjet-Drucker eine besonders hohe Auflösung der Matrix – die verschiedenen Matrices sind exakt dargestellt. Mit dem Massenspektrometer erfolgt dann die Bestrahlung mittels eines UV-Lasers. Das Matrixmaterial verdampft und ionisiert die Molekülbruchstücke. Durch die Beschleunigung dieser lässt sich erkennen, welche Bestandteile voneinander getrennt werden. Somit werden alle Strukturen aufgedeckt und abgebildet. Der Tintenstrahldrucker hat den Vorteil, das Eiweiße nicht vorher erkannt werden müssen. Die Massenspektrometer stellt also ein Werkzeug dar, mit dem die Schritte der Charakterisierung erleichtert und besser durchführbar sind.

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