Tintenstrahldrucker werden vom Handel mittlerweile zu scheinbar unschlagbar günstigen Preisen angeboten. Geräte für weniger als 40 Euro sind vor allem im Angebot der Discounter keine Seltenheit mehr. Doch die Hersteller erwirtschaften ihre Gewinne schon seit Langem nicht mehr über die Drucker selbst. Vor allem Patronen und Kartuschen gelten als besonders gewinnbringend.

Große Druckerhersteller arbeiten mittlerweile nach einem sehr einfachen Prinzip. Sie bieten billige Drucker, jedoch teure Druckerpatronen an. Dabei fällt das Geschäftssystem sehr krisenfest aus. So stellen Drucker bei negativer Konsumlaune zwar die Anschaffung eines neuen Druckers zurück, verzichten aber nicht auf das Drucken von Dokumenten und verschiedenen Dateien. Dadurch profitieren die Hersteller von einem sehr stabilen Geschäft, das ihnen vor allem in Krisenzeiten hohen Nutzen verspricht.

Vor allem aus Verbrauchersicht stellen die teuren Patronen ein Ärgernis dar. Insbesondere die Originaltinte reißt ein tiefes Loch in den Geldbeutel und scheint bei einigen Herstellern mittlerweile einen höheren Preis zu haben als Gold. Wird eine fabrikneue Originalpatrone, die im Handel zum Preis von 30 bis 40 Euro angeboten wird, aufgesägt, finden sich in deren Inneren häufig nur wenige Milliliter Tinte. Ein Schwamm nimmt den Rest der Patronenkammer ein. Viele Experten sehen darin eine klassische Mogelpackung.

Zwar fällt der Kubus bei den Patronen sehr groß aus, doch der Inhalt bleibt überschaubar. Es gibt auch Hersteller, die seltsam komplexe Tintenpatronen bauen. Auch in ihnen ist nur sehr wenig Platz für Tinte. Im Inneren befinden sich allerhand Membranen und Kammern. Wird versucht die Patronen nachzufüllen, sind sie häufig defekt, weil es kaum möglich ist, mit der Spritze in den richtigen Bereich vorzudringen.

Vonseiten der Hersteller wird immer wieder versichert, dass die Schwämmchen und Membransysteme über technische Gründe verfügen. Demnach sollen durch sie zum Teil Luftblasen verhindert werden. Sie könnten wiederum zu fehlerhaften Ausdrucken führen. Nach Ansicht von Experten handelt es sich hierbei aber nur um die halbe Wahrheit. So versuchen die Hersteller durch das komplizierte Design, das manche Patronen aufweisen, auch das Nachfüllen dieser so schwer wie nur möglich zu machen. Sehr beliebt sind bei den Herstellern auch die Füllstandszähler, die meist als weiterer Trick eingesetzt werden. Inzwischen werden diese von beinahe allen Herstellern verwendet. Dadurch wird die befüllte Patrone vom Drucker nicht mehr anerkannt und Ausdrucke sind nicht möglich.

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