Forschern der TU Wien ist es gelungen, den kleinsten 3D-Drucker der Welt zu entwickeln. Damit könnten Drucker, die dreidimensionale Objekte produzieren können, massentauglich werden. Im Vergleich zu den bisherigen 3D-Druckern ist das neue Gerät leichter, kleiner und billiger.
An der Entwicklung des kleinsten 3D-Druckers der Welt waren mehrere Wissenschaftseinrichtungen beteiligt. Der Bau des Prototypens erfolgte unter der Leitung von Professor Jürgen Stampfl. Das Konzept hinter dem 3D-Drucker ist einfach. In einem kleinen Becken wird das gewünschte Objekt mit Kunstharz erzeugt. Kunstharz wird an dem Ort hart, an dem es intensiver Lichtstrahlung ausgesetzt ist.
Um das Kunstharz zu härten, wird es Schicht für Schicht an den gewünschten Stellen beleuchtet. Erst wenn eine Schicht verhärtet ist, wird die Nächste angelagert. Das Verfahren wird von den Wissenschaftlern als Rapid Prototyping bezeichnet. Die Entwickler des Prototyps erklärten bei der Vorstellung, dass durch dieses Verfahren auch die Herstellung von komplizierten geometrischen Objekten möglich ist.
Die damit verbundene Präzision kann mit einem Gussverfahren nicht erzeugt werden. Die neue Methode ist jedoch nicht für die Massenproduktion von mehreren gleichen Objekten gedacht. Damit richtet sich das Rapid-Prototyping-Verfahren vordergründig an die Herstellung von maßgeschneiderten und individuell angepassten Einzelstücken. Der kleinste 3D-Drucker der Welt hat die Größe einer Milchpackung und wiegt rund 1,5 kg.
Der Preis für das Gerät beläuft sich nach Angaben der Wissenschaftler auf 1200 Euro. Wie Klaus Stadlmann, Entwickler des Geräts, erklärte, soll der 3D-Drucker noch kleiner werden. Auch eine weitere Preissenkung ist möglich, wenn der Drucker in einer größten Stückzahl hergestellt werden würde.

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