Die Feinstaubbelastung von Druckern und Kopierer ist ein stetig umstrittenes Thema in der Medizin. Hier fehlt es an Langzeitstudien, die eine hinreichende Belegung der Gefahren durch den Staub der Geräte bestätigen.

Nicht nur der Toner, auch Papier gibt Feinstaub ab. Mit den Folgen der Absonderung hat sich unter anderem der Leiter des Lehrstuhls für Umweltmedizin, Professor Olf Herbarth, auseinandergesetzt. Seiner Ansicht nach bewirkt die Feinstaubkonzentration vor allem bei sensiblen Menschen das Sick-Building-Syndrom, das durch Kopfschmerzen und Reizungen erkennbar ist. Doch einen Beweis für die Verbindung mit stetiger Belastung und dauerhaften Beschwerden ist nicht gegeben. Feinstaub stellt nach Herbarth in jedem Fall eine Gefährdung für den Organismus dar. Der Staub dringt in die Lunge ein und setzt sich dort fest. Von hier aus gealngt er ins Blut und löst Entzündungen aus. Die Konzentration des Feinstaubs in der Luft von Büros reicht für diese Annahme jedoch nicht aus.

Der Umweltepidemologe Dr. Ulrich Franck befasst sich mit der Staubbelastung in Innenräumen und weist darauf hin, dass auch Zigarettenrauch oder Schmutz von der Straße als Feinstaub gilt. Ein Lüften in Räumen ist in jedem Fall angebracht, ganz gleich, wie viele Geräte sich in diesen befinden. Daneben sind alle großen Kopierer und Laserdrucker mit einem Aktivkohlefilter versehen, der sich an Auflagen des Umweltsiegels Blauer Engel orientiert. Eine Verschärfung der Vorschriften nimmt derzeit die Bundesregierung vor. Zur Verbesserung der Geräte hat Peter Oertmann einen Filter entwickelt, der Feinstaub festhält. Elektrische Spannungen wirken hier im Filter und fassen den Staub im Nanometerbereich.

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