Der Tintenhersteller Pelikan muss in diesem Jahr bis zu 60 Mitarbeiter entlassen, um den Standort in der Schweiz zu sichern. Das in der Nähe von Zürich ansässige Unternehmen beschäftigt derzeit rund 100 Mitarbeiter. Mehr als die Hälfte verlieren demnach ihren Arbeitsplatz.

Der Grund für die Entlassungswelle liegt in dem starken Schweizer Franken. Dadurch machte das Unternehmen im vergangenen Jahr an seinem Schweizer Sitz enorme Verluste. Nun möchte sich Pelikan auf andere Sektionen konzentrieren, die vor allem das Tonerpulver für Laserdrucker und Spezialtinte betreffen. Das Markengeschäft ist von den Maßnahmen am Schweizer Standort nicht betroffen, lässt der Geschäftsführer Dr. Thorsten Lifka verlautbaren. Der Standort Hannover bleibt in der bisherigen Form bestehen. Das in den Jahren 2010 und 2011 eingeführte neue Vertriebsmodell konnte an dem schwachen Zahlen nichts ändern. Ein Ausgleich der Werte konnte zwar bisher nicht erreicht werden, dennoch möchte Lifka den bisherigen Weg weiterverfolgen und mit dem deutschen Geschäft alte Verluste ausgleichen.

Pelikan ist 1838 in Hannover gegründet worden und ist seitdem ein fester Bestandteil der Stadtgeschichte. Im Laufe der Unternehmensgeschichte kam es immer wieder zu Entlassungen in großer Menge. Heute stehen vor allem die preiswerten Druckerpatronen als Bekanntheitsmarke für das Unternehmen. Als Fremdpatronenhersteller hat sich Pelikan in den vergangenen Jahren als günstige Alternative zu Tintenpatronen von Brother, Epson oder HP bewährt.

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