Neben edlem Whiskey und Champagner ist Druckertinte die teuerste Flüssigkeit der Welt. Es gibt kaum eine Flüssigkeit, die so kostenintensiv ist wie diese. Für die Hersteller hat sich Druckertinte über Jahre zum lukrativen Geschäft entwickelt, doch in Zeiten, in denen Smartphones und Tablets auf dem Vormarsch sind, nimmt die Nachfrage nach Tinte weiter ab. Dem sind sich auch die Druckerhersteller selbst bewusst und so versuchen sie den Rückgang weitgehend mit einigen Tricks auszugleichen. Teilweise kostet Druckertinte mittlerweile pro Liter bis zu 1500 Euro.

Den Druckerkonzernen ist es gelungen, über Jahre hinweg mit Tinte das große Geschäft zu machen. Pro Milliliter bewegten sich die Preise zwischen 0,90 und 1,50 Euro. Durch die starke Verbreitung von Smartphones und Tablets wird jedoch immer weniger gedruckt. Im letzten Jahr hat beispielsweise der Druckerhersteller Hewlett Packard im Bereich der Drucker einen Absatzrückgang von 15 Prozent hinnehmen müssen. Nach Schätzungen der Marktforscher von IDC hat der Druckermarkt insgesamt 10 Prozent an Volumen verloren. In Zukunft soll sich diese Entwicklung weiter fortsetzen. So gehen Marktforscher davon aus, dass der Druckerabsatz weiter sinken wird. Für die Konzerne entsteht mit den Marktentwicklungen ein doppeltes Problem.

Ist der Absatz der Drucker heute gering, werden sie in Zukunft auch weniger Tinte verkaufen. Dabei ist der Tintenverkauf für die Unternehmen das eigentlich lukrative Geschäft. Wird sich der Absatz weiterhin negativ gestalten, werden sich die Druckerhersteller möglicherweise einige technische Tricks einfallen lassen, mit denen sie den Einsatz günstiger Tinte unattraktiver gestalten werden. Dadurch könnten sie die Rückgänge in einem gewissen Umfang ausgleichen. Während es sich bei der Tinte um eine kostspielige Angelegenheit handelt, sind die Drucker an sich immer günstiger geworden. Mittlerweile können sie bereits zum Preis von 60 Euro erworben werden. In den letzten Jahren sind die Preise für Drucker massiv gefallen.

Nach Angaben der Stiftung Warentest ist mittlerweile aber auch bei den günstigen Geräten die Qualität ausgesprochen gut. Verbesserungen sind dabei kaum mehr möglich. Mittlereile kann ein Drucker zum Preis von 60 Euro all das, wofür vor rund 20 Jahren noch ein komplettes Fotolabor erforderlich war. Heute kostet ein Drucker beim Kauf nicht mal mehr ein Fünftel jenes Preises, den er vor zehn Jahren hatte.

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