International kämpfen zahlreiche Druckerhersteller mit schwindenden Verkäufen. Auch Hewlett-Packard musste zuletzt einen sinkenden Druckerabsatz bekannt geben. Nachdem das Unternehmen bereits beim Notebook-Absatz Schwächen einräumen musste, entwickeln sich nun die Drucker des Herstellers zusehends zum Sorgenkind. Im ersten Geschäftsquartal musste das Unternehmen beim Umsatz einen Rückgang von 6 Prozent bekannt geben. Demnach setzte der Hersteller insgesamt 28,4 Milliarden US-Dollar weniger um.

Vor allem die schwache Nachfrage nach Druckern bremst den Konzern weiter aus. Noch drastischer gestaltete sich der Gewinnrückgang. Wie bekannt wurde, belief er sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf insgesamt 16 Prozent. Nach Unternehmensangaben konnte ein Gewinn von 1,2 Milliarden Dollar verbucht werden.

HP schließt sich damit dem allgemeinen Wortlaut der Branche an. Wie der Rivale Dell, muss das Unternehmen sowohl im Geschäft mit Privatkunden als auch im Bereich der Firmenkunden herbe Einbußen hinnehmen. Grund für den sinkenden Druckerabsatz ist zum einen die wachsende Verbreitung von Smartphones und Tablets. Sie macht es traditionell aufgestellten Geräteherstellern schwer, sich weiterhin erfolgreich auf dem Markt zu behaupten. Zum anderen stellen viele Verbraucher größere Anschaffungen wie Drucker aktuell hinten an

Die anhaltende Eurokrise trägt dazu bei, dass größere Anschaffungen aufgeschoben werden. Viele Druckerhersteller versuchen derzeit, mit Preisoffensiven dieser Entwicklung entgegen zu wirken. Bereits seit einiger Zeit kämpfen die Hersteller mit einem schwachen Absatz. Um den Absatz stabilisieren zu können, entscheiden sich viele Unternehmen derzeit für geringe Gerätepreise. Der Fokus des Geschäfts liegt auf Druckerpatronen.

Durch sie sollen Absatzeinbrüche bei den Geräten möglichst ausgeglichen werden. Beim Kauf eines Druckers machen sich die meisten Verbraucher keine Gedanken um die Kosten, die durch den Patronenkauf entstehen. Nicht immer lassen sich Patronen nachfüllen. Einige Hersteller setzen mittlerweile auf komplexe Systeme, die ein Nachfüllen aufgrund schneller Beschädigungen der Membranen und Kammern unmöglich machen. Einige Patronen verfügen über einen Chip. Er verhindert, dass Drucker mit nachgefüllter Tinte drucken.

Aufgrund der anhaltenden Krise hat sich Hewlett-Packard bereits für einen Konzernumbau entschieden. Durch ihn sollen Fehlentscheidungen, die vom früheren Management getroffen wurden, wieder behoben werden. Weltweit werden bei dem Umbau des Unternehmens Tausende Mitarbeiter auf der Strecke bleiben. HP hatte erst Anfang des Monats verkündet, dass ein Standort in Rüsselsheim im Zuge des Konzernumbaus geschlossen werden muss.

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