Billigtinte hat einen schlechten Ruf. Eine mangelhafte Qualität der Druckerzeugnisse oder unzureichende Füllmengen sind nur einige der Kritikpunkte, die Verbraucher stört. Laut Stiftung Warentest sind diese Vorurteile jedoch veraltet. Nach einem Test verschiedener Fremdpatronen spricht das Resultat überwiegend für die Billigtinte.

Am Beispiel des Multifunktionsgeräte-Herstellers Brother wird es deutlich: Hier kostet ein Satz neuer Patronen rund 57 Euro. Auch andere Hersteller bieten ihre Tintenpatronen zu horrenden Preisen an. Fremdhersteller hingegen ermöglichen einen Preisnachlass von fast 90 Prozent für gleiche Ergebnisse. Das Gerät MFC-5490CN von Brother berechnet für eine Textseite 4,5 Cent. Mit der Fremdpatrone von Armor fallen die Kosten auf 0,5 Cent pro Seite. Bei Farbfotos fallen die Preise bereits auf 15 Cent von vormals 2,35 Euro. Der gesamte Patronen-Satz kostet bei Armor nur 16 Euro. Die Qualität ist zwar geringfügig schlechter, steht jedoch in keinem Vergleich zum Preis. Laut Stiftung Warentest erhalten die Armor-Patronen ein Gesamturteil von 2,4. Auch Pelikan gehört zu den Herstellern, deren Patronen durch günstigere Varianten ersetzt werden können. Hier erhielten die preiswerteren Modelle eine Gesamtnote von 2,1.

Für fast alle bekannten Druckerpatronen, wie von HP und Canon, gibt es die Billigtinten. Allerdings fällt die Qualität der Fremdpatronen für HP-Tinten mit einer Note von 3,1 wesentlich schlechter aus als das Original mit 2,5. Stiftung Warentest rät allen Verbrauchern, sich die Testergebnisse des Vorjahres anzusehen, bevor sie eine neue Patrone kaufen. Anhand dieser Darstellung wird deutlich, für welche Modelle sich der Kauf der Fremdpatronen eignet. Dadurch werden auch Fehlkäufe und eventuelle Schäden vermieden. Denn nicht jede Patrone kann gefahrenlos genutzt werden. Dennoch ist der Großteil der Billigtinten besser als ihr Ruf.

Kommenatar hinterlassen: