Vor nicht allzu langer Zeit hätten 3D-Drucker noch wie Zukunftsmusik geklungen. Und was heute damit gefertigt wird, scheint in der Tat eher aus einem Science-Fiction-Film zu stammen, als aus der Realität. Wie der Name schon sagt, kommen aus 3D-Druckern keine zweidimensionalen Papierstapel, sondern Objekte in 3D. Gefertigt mit Kunststoff, statt mt Papier und Tinte. Seit neuestem sind das nicht nur Vasen, Schlüsselanhänger und Spielfiguren, sondern lebensechte Nachahmungen von Gesichtern, funktionelle Hochsicherheitsschlüssel und sogar Waffen. Es scheint als gäbe es kaum etwas, was ein 3D-Drucker nicht kann.

In letzter Zeit ist um die futuristisch anmutenden Geräte ein regelrechter Hype ausgebrochen. Spätestens nachdem im letzten Jahr der 3D-Drucker „Replicator 2“ von der Firma MakerBot herauskam. Waren nämlich 3D-Drucker bis dahin High-Tech-Geräte für den Industriegebrauch, die Medizin und das Militär, so ist der Replicator 2 für ganz normale Verbraucher gedacht.

Was seither mit den 3D-Druckern so alles hergestellt wurde, sorgte mehrfach für Wirbel und mediale Aufmerksamkeit. So wurden mit 3D-Druckern inzwischen realistische Nachbildungen von menschlichen Gesichtern erstellt, sogar aus den Schädeln gescannter Mumien. In Kanada werden Autoteile mit 3D-Druckern produziert und jüngst fälschten Studenten mithilfe eines 3D-Druckers einen Hochsicherheitsschlüssel. Auch eine Waffe wurde kürzlich größtenteils aus einem 3D-Drucker hergestellt und eine Fußprothese für eine behinderte Ente gefertigt. Die Zukunft kann nur noch mehr erstaunliches bringen.

Zugegeben, auch heute sind die Preise von 3D-Drucker für den normalen Haushalt nicht mit denen von normalen Druckern vergleichbar. Doch das kann sich rasch ändern. Schon jetzt sind die Preise unter 1500 Euro gefallen. Womöglich werden wir alle bereits in wenigen Jahren Zuhause unsere Gesichter nachdrucken.

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