Was noch vor wenigen Jahren wie aus einem Star Trek Film gewirkt hätte, wird im nächsten Jahr wohl Wahrheit werden. Die US-Raumfahrtbehörde NASA plant den Astronauten auf der internationalen Raumstation ISS einen 3D-Drucker hinauf ins All zu schicken. Nachdem das neueste Exemplar der neuartigen Geräte mit einem Preis von 800 Euro auf einen Tiefpreis gesunken ist, sind die Geräte wohl bald massentauglich. Wie die „Replikatoren“ in der Science-Fiction-Serie, die beliebige Gegenstände aus dem Nichts herstellen können, werden die Astronauten bald auch auf der ISS Ersatzteile aus einem Gerät bekommen können – ohne ständig auf Nachschub von der Erde warten zu müssen.

Auf der Raumstation gehen nämlich überraschenderweise immer wieder Dinge der täglichen Arbeit verloren. So zum Beispiel die Sechskantmuttern und Sicherheitsnopsis, die ständig gebraucht werden. Natürlich kann auch ein 3D-Drucker nicht unbedingt alles einfach so nachdrucken. Deshalb wird der 3D-Drucker auf der ISS Druckpläne für viele Standardteile bekommen. Für alles andere, was kaputt geht oder verloren werden könnte, besteht dann auch die Möglichkeit von der Basisstation auf der Erde Baupläne per Funk ins All zu schicken.

Was 3D-Drucker auf der Erde schon seit einer Weile können, muss der Drucker auf der ISS dann auch noch in der Schwerelosigkeit leisten. Die Herstellerfirma „Made in Space“ hat daher einen speziellen 3D-Drucker entwickelt, der aus Polymer und Co. auch im All per Schmelzschichtung Gegenstände drucken kann. Geprüft wurde die Tauglichkeit bereits in mehreren sogenannten Parabelflügen mit simulierter Schwerelosigkeit. Im Juni 2014 soll es dann soweit sein: Die NASA wird den 3D-Drucker ins All schicken.

Kommenatar hinterlassen: