Der Pwdr Model 0.1 ist ein 3D-Drucker für den heimischen Arbeitsplatz. Das Gerät arbeitet mit Pulver und wurde an der Universität Twente von Alex Budding produziert.

Das Magazin c’t Hardware Hacks testete das Modell für zu Hause. Bisher arbeiten 3D-Drucker mit dem Fused-Depositing-Modeling-Verfahren, kurz FDM. Hierbei wird ein heißer Plastikschweißdraht durch eine Düse gedrückt. Durch den halbflüssigen Kunststoff entsteht das 3D-Objekt. Der Eigenau von Budding arbeitet mit einem anderen Verfahren. Diese
Fertigungstechnik ist bislang nur bei Profi-Geräten im Einsatz: Hier füllt das Modell den sogenannten Bauraum mit Pulver und verklebt die Einzelteile. Dafür nutzt es ein Bindemittel.
Die fertigen Objekte befinden sich nach der Beendigung in einer Art Quader, aus dem sie herausgelöst werden müssen.

Der Drucker ist die Abschlussarbeit von Budding. Die einzelnen Pläne für die Konstruktion sowie die Programmteile sind frei im Netz verfügbar. Budding hofft mit der Veröffentlichung viele Menschen erreichen und inspirieren zu können. Diese könnten die Pwdr-Maschine nachbauen und die Entwicklung so beschleunigen. Der 3D-Drucker läuft durch Metallstangen, lasergeschnittenen Acrylteilen und Antriebsriemen. Am PC erfolgt die Schreibung des Skripts. Das dabei verwandte Skript ist als Processing-Programm Java ähnlich und vor allem für den künstlerischen Bereich gedacht. Die Skripte sind auf GitHub angelegt. Bislang sind zwei Materialen mit dem Modell verarbeitet worden: Zum einen ist dass das Pulver ZP131, zum anderen Aluminiumoxid.

Das Modell ist zum Preis von 300 Euro für den heimischen Gebrauch im Handel erhältlich. Preiswerte Materiale wie Gips und Zucker für den Druck soll es in Zukunft gegeben. Als Bindemittel eignen sich herkömmliche Produkte.

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